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Anwenderbericht MRO 160


Das Konvektions Reflow Lötsystem MRO-160 ist ideal geeignet für den Laborbetrieb oder kleine Serien. Durch den automatischen Ablauf des gesamten Lötvorgangs kann man sich nach dem Start wieder anderen Tätigkeiten wie z.B. Bestücken widmen. Das Gerät paßt auf jeden Arbeitstisch und wird an eine normale Steckdose mit 230 Volt angeschlossen (16A). Außer dem Hauptschalter ist noch eine Tastatur für die Programmierung und Bedienung sowie ein Anzeigedisplay vorhanden. Sämtliche Eingaben und die für den Ablauf wesentlichen Betriebsdaten werden auf dem zweizeiligen Display dargestellt.
Nach dem einschalten muß immer eine vierstellig Produktnummer eingetippt werden. Unter dieser Nummer läßt sich dann das programmierte Temperaturprofil abspeichern bzw. wieder abrufen. Von den 9999 möglichen Produktnummern sind die oberen ab 9001 für Kleberaushärteprogramme reserviert. Bei der Eingabe entfällt dann die Löttemperatur und -zeit. Entweder ist unter der gewählten Nummer schon ein Temperaturprofil vorhanden, dann braucht es nur noch bestätigt werden oder es müssen neue Werte eingetippt werden. Die eingegebenen Werte werden angezeigt und müssen jeweils bestätigt werden. Falls man sich vertan hat kann man sie noch korrigieren oder man überspeichert einfach die alten Werte. Die Bedienung ist sehr einfach gehalten. Alles was zu tun ist erscheint im Anzeigedisplay - Produktnummer, Temperatur, Zeit - eingeben oder bestätigen.
Auf jeden Fall sollte man sich eine Liste mit der Produktnummer und den Einstellungen sowie der Bezeichnung der Baugruppe anlegen, um nach zwei Wochen noch das richtige Programm zu finden.
Wenn das programmieren erledigt ist (macht man ja nur einmal für eine Baugruppe) drückt man auf die Taste für "Schublade" und schon geht sie auf. Allerdings ist es ganz wichtig, daß nichts vor dem Gerät auf dem Tisch steht. Wenn doch, dann wird der Tisch (unerfreulicherweise) automatisch freigeräumt. Bei offener Schublade werden die Leiterplattenhalter so eingestellt, daß die bestückte Leiterplatte eingelegt werden kann. Diese Halter sind mit Magneten auf der Schubladenfläche beliebig verstellbar, dadurch wird die Leiterplatte ganz frei im Luftstrom gehalten. Die Energieübertragung durch Konvektion ermöglicht eine gleichmäßige Erwärmung der Baugruppe und vermeidet die Bildung von Temperaturschatten und Überhitzung.
Meistens hat man bereits eine ähnliche Baugruppe verarbeitet so daß die eingestellten Lötparameter benutzt oder etwas modifiziert werden können. Durch Druck auf die Taste "Start" wird nun automatisch die Schublade geschlossen und der Programmablauf beginnt. Die aktuelle Temperatur bzw. der Fortschritt des Lötvorganges wird laufend im Display angezeigt. Durch das Fenster auf der Oberseite läßt sich zusätzlich der Aufschmelzvorgang beobachten. Wenn man die eingestellte Lötzeit zu lang oder zu kurz gewählt hat, kann sie jetzt durch Tastendruck noch verlängert oder verkürzt werden. Die sich ergebende neue Lötzeit wird automatisch unter der Produktnummer gespeichert. Nach Ende der Lötzeit öffnet sich die Schublade automatisch und die Baugruppe kann abkühlen. Der eigentliche Vorteil des Gerätes wird hier ganz deutlich. Man braucht nämlich nur die Leiterplatte aufzulegen und Start zu drücken. Der Rest geht automatisch - reinfahren - löten - rausfahren - abkühlen - ohne daß jemand dauernd daneben stehen muß. In der Zwischenzeit kann nämlich schon die nächste Leiterplatte bedruckt oder bestückt werden.
Insgesamt ein einfaches und platzsparendes Gerät zum Reflow-Löten von SMD-bestückten Baugruppen sowie das Aushärten von Klebern.


Seitenanfang Letzte Änderung: 27.05.2005
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